Donnerstag, 31. Dezember 2009

Warten auf die Flut und Koala knuddeln

Heute wollten wir zu einem Waterfall Way aufbrechen, einem Tourist Drive mit mehreren Wasserfällen auf der Route. Des ganze startet in Bellingen, dort wollten wir uns noch mit letzten Informationen an der Tourist Information versorgen.
Fast hätten wir die Info nicht gefunden, weil wir pünktlich um 9 dort waren und die erst um 9 aufmachen und des Schild noch nicht draußen hatten. Drinnen hatte eine Deutsche gearbeitet, die am Anfang mit uns Englisch gesprochen hat und uns dann gefragt hatte wo wir her sind. Ich hab Germany geantwortet, darauf sie: ah where exactly, ich Bavaria. Darauf sie auf Deutsch. "Ja dann können wir auch auf Deutsch reden" Seitdem fragen Steve und ich uns ob sie mit jemand der nicht aus Bayern kommt nicht Deutsch redet. Wir haben jedenfalls in der Tourist Information beide des gleiche gedacht und mussten synchron grinsen auf ihre Antwort.
Wir haben gleich mal gefragt ob die Gefahr besteht, dass eine Strasse überflutet sein könnte. Darauf Sie nö, des is alles in Ordnung. Dann haben wir noch bisschen über die Wasserfälle geredet, dann hat sie sich aber irgendwie verplappert, dass sie in dem Ort auf die Flut warten. Darauf wir: welche Flut? Ja da gibts eine Strasse in der Ortschaft die ist oft überschwemmt und des könnte jetzt demnächst auch wieder passieren. Aha interessant. Ein kurzer Blick auf die Karte hat dann gezeigt, es gibt quasi nur eine Strasse durch die Ortschaft und wenn die Überschwemmt ist darf man wohl wieder einen 200 km Umweg einlegen, diesmal nicht aus Feuergründen...
Die lockere Australische Lebenseinstellung ist ja echt bewundernswert allerdings teilweise etwas fehl am Platz. Es hilft also nix, wir haben uns dann die Brücke mal persönlich angeschaut und beschlossen, dass die Flut noch mindestens zwei Stunden zu warten hat und sind los um zumindest einen Wasserfall anzuschauen.
Beim Parkplatz zum ersten Wasserfall angekommen mussten wir dann leider feststellen, dass der Wanderweg aufgrund der Regenfälle geschlossen war, so haben wir noch kurz die Aussicht "genossen" und sind wieder zurück. Sorry, aber ich befrag in Austalien nur noch google, des liefert mir sinnvollere Informationen als die Aussies.

Nach dem kurzen Intermezzo sind wir weiter Richtung Sydney. Just in time im Auto haben wir die nächsten Highlights auf der Route gecheckt und da hat sich was gefunden was einfach optimal für uns für so einen Tag klang. Koala streicheln im Billabong Wildlife Park. Ja genau das haben wir jetzt gebraucht, die größten Chill Dudes Australiens waren jetzt genau das Richtige um uns den Tag noch zu retten.
Wir sind dort pünktlich zur Streichel- und Knuddelstunde angekommen. Zwei Kaolas wurden geweckt um mit uns zu spielen, die anderen durften friedlich im Baum weiterchillen. Steve und ich sind uns einig, des wären die optimalen Tiere fürs Büro zwei- drei von denen in der Büropalme und es kommt garantiert nie mehr Stress auf, da kann nebenan die Firma abbrennen und man würde wahrscheinlich immer noch in aller Ruhe im Büro sitzen. Ein Herzinfarkt im Büro wäre damit unmöglich, ich werde des in der Firma als Verbesserungsvorschlag einreichen.

Neben den Koalas durften wir mal wieder schlangen, Blue Tongues und Krokodille streicheln - was natürlich kein Vergleich war zu den Koalas. Naja jedenfalls war der Tag gerettet. Im Anschluss haben wir dann noch ein Kola Krankenhaus besucht, dort werden Kolas wieder aufgepeppelt die Unfälle mit Autos oder Haustieren hatten. Jedenfalls eine gute Sache.

Total gechillt haben wir uns dann noch in Port Macquarie eine Unterkunft gesucht. Nachdem dort auch fast alles ausgebucht war und des am Vortag ganz witzig war im Backpackerhostel haben wir uns diesmal auch wieder für ein Youth Hostel entschieden. Auf einmal hat es auch aufgehört zu regnen und wir konnten den Abend am Steg am Meer ausklingen lassen, einem Pelikan bei der Fischjagd zusehen und am später noch ein bisschen mit einem Australier und einem Spanier reden. Der Spanier hat noch ein paar Postkarten für uns geschrieben, also nicht wundern wenn da was Englisches kommt. Der Australier war dann später bei uns im Zimmer und hat uns am nächsten morgen beim Frühstück noch paar Anekdoten erzählt.

Wir sind dann nach dem Frühstück Richtung Newcastle aufgebrochen, hier werden wir heute abend Sylvester feiern.

sieht man hier öfter - die Strasse könnte überflutet werden

Top Aussicht im Nebel


Koala streicheln


Im Regen der Sonne hinterher...

Heute war uns das Wetter nicht ganz so treu wie auf unserem ersten
Abschnitt der Tour. So begannen wir unsere Fahrt durch den Regen auf
der Suche nach Sonne. Zuerst fuhren wir die Küste hinab Richtung
Ballina, bis wir auf einen schönen Lookout stießen. Hier konnte man
wunderbar auf die gesamte Bucht schauen und den wenigen Surfern die
sich um diese Uhrzeit bereits im Wasser tummelten zusehen. Dann hatten
wir noch Glück und sahen auf dem Meer 4 Delphine auf die Bucht
zuschwimmen, wirklich wundervolle Tiere. Sie hielten Kurs auf die
Surfer und dann drehten sie ab und schwammen wieder ins offene Meer,
wie beleidigte Kinder mit denen keiner spielt. Danach ging es für uns
weiter nach Ballina wo wir erst mal eine Frühstückspause einlegten und
den weiteren Tagesverlauf planten. Gesagt getan und so ging es ab
Richtung Yamba, nein nicht zu der Klingeltonfabrik sondern dem
malerischen Ort an der Küste. Na ja so malerisch wie im Lonely Planet
beschrieben war er dann doch nicht und so fuhren wir direkt weiter
nach Angourie Point einem wirklich wundervollen Ort auf unserer grünen
Erde. Eigentlich ist dies ein sehr kleiner Punkt für Surfer aber
direkt auf der anderen Seite der Bucht erstreckt sich ein weitere
Strand der wieder menschenleer war. Eine kleine Landzunge trennte die
beiden Strände und so wanderten wir an den menschenleeren Strand und
sogar die Sonne kam heraus. Anschließend umrundeten wir die Landzunge
an deren Ende eine wunderbare "Klippenformation" war. Dort sonnten wir
uns einige Minuten bevor es wieder zurück ging, an den Surfern vorbei,
zum Auto das nun in der uns bekannten Sonne vor sich hin schmorte.
Daraufhin fuhren wir über Ulmara, einem sehr kleinen Ort wo früher ein
Hafen gewesen sein sollte, den wir auch nicht mehr gefunden haben :)
nach Grafton. Hier machten wir noch eine kurze Pause bevor es zum Ende
unserer heutigen Reise weitergehen sollte, dem Ort Coffs Harbour. Von
hier wollten wir am nächsten Tag zu einer Fahrt auf einer
Wasserfallroute aufbrechen und so versuchten wir ein Quatier zu
finden, aber leider genauso wie gestern wurde das ganze wieder
schwieriger. Na ja am Ende fanden wir noch ein Motel, zwar zu einem
überteuerten Preis bezogen auf die Leistung aber wir hatten heute mal
keine andere Wahl... Nachdem wir unsere Klamotten ins Auto geschmissen
hatten sind wir noch an den Strand gefahren und haben dort etwas die
Umgebung erkundet. Leider war das Wetter nicht ganz so gut und so
haben wir uns dann auch bald schon in ein Lokal zurückgezogen und dort
noch schöne Frische "Fish and Chips" zu uns genommen...

der verlorene Tag...

Nachdem wir nach langen Quälereien endlich einen anscheinend
funktionsfähigen Ersatzwagen am Flughafen der GoldCoast erhalten haben
und deswegen noch einmal zwischen den Zeitzonen hin und her gesprungen
sind, haben wir an diesem Tag nicht mehr all zu viel gemacht. Um noch
ein paar Kilometer näher an unser Ziel zu kommen und einen guten
Ausgangspunkt für den nächsten Tag zu erhalten hielten wir Kurs auf
Byron Bay. Dies ist einer der bekanntesten Orte an der Ostküste und
sehr beliebt bei allen Backpackern, Surfern Hippies etc.. Außer den
schönen Stränden führte vorallem die gute Verkehrsanbindung zu der
vollkommen Beliebtheit dieses Ortes, alle Busse, Bahnen und natürlich
Autos halten hier. Flo und ich kamen erst gegen 1530 hier an und es
war bereits gerammelt voll. Auf den Straßen stappelten sich bereits
die Leute und dementsprechend wurde die Suche nach einer Unterkunft
für diese Nacht nicht ganz so leicht. Über die Beliebheit des Ortes
hinaus kam, dass die Schulferien hier in Australien begonnen haben und
so alle Leute auf Achse sind :(... Unsere Suche etwas in Byron Bay zu
finden scheiterte und so setzten wir uns etwas gefrustet in unser
neues Auto und nahmen den Kurs Richtung Süden wieder auf. Der nächste
Ort hieß Lennox Head. Dort fanden wir zielstrebig :) eine gute
Backpackerunterkunft mit dem billigsten Angebot der Stadt :). Es war
eigentlich recht witzig in Byron Bay hätte uns das Zimmer ohne
Frühstück und Internet noch 190 $ gekostet hier nur noch 50 $. Na gut
es war ein vierer Zimmer aber dafür gabs auch noch das Internet
kostenlos dazu und alles was wir brauchten :) nen Kühlschrank und nen
Platz zum Schlafen. Als wir endlich eine Unterkunft gefunden hatten
machten wir uns noch auf den Weg an den Strand der vielleicht 250 m
entfernt war: dasselbe Wasser und derselbe Strand wie in Byron Bay
aber dafür fast keine Leute. So genossen wir noch etwas den Abend
bevor es zurück. In der Wohnung angekommen setzten wir uns noch etwas
vor die Tür, ein kühles Blondes zu trinken und etwas zu relaxen. Dann
setzten sich noch zwei "Auswandererinnen" zu uns die uns an Ihrem
Glück teilhaben ließen. Also ich hab ja echt schon viel planloses
gesehen und gehört aber die beiden übertreffen echt alles. Sie haben
noch keine Ahnung was sie machen wollen aber sie wollen auf jeden Fall
nicht zurück nach Deutschland und hier ist alles besser :). Na ja sie
sind jetzt schon 1 Monat hier haben 3 Orte gesehen und sonst noch
nichts und noch immer keine Arbeit gefunden. Darüberhinaus beschwerten
Sie sich dass Ihr Englisch so schlecht wäre aber es auch nicht besser
werden würde was wiederum ein Grund dafür wär dass sie keine Arbeit
finden würden. Gleich im nächsten Satz erwähnten Sie aber auch dass
sie auch dauernd nur Deutsche treffen und deswegen nicht zum
Englischsprechen kommen. Na ja ich denke die Fehler der beiden stehen
auf der Hand :) ich sag mal ein Fall für Kabel 1: Die Auswanderer
deren Auswanderungen fehlgeschlagen sind und die unbedingt wieder nach
Deutschland wollen um dort von der Allgemeinheit ernährt zu werden....
...ganz schön witzig was man für Leute hier so trifft...na ja mit uns
schliefen dann noch ein paar Studenten aus Canberra im Zimmer..Mit
denen haben wir uns danach noch etwas unterhalten bevor es ab ins Bett
ging....

2 Chillout-Dudes am Beach

Brisbane - Nachtrag

Mittlerweile haben wir Brisbane schon wieder seit einige Zeit verlassen, aber der Vollständigkeit halber wollen wir natürlich noch kurz auf Brisbane eingehen.


Flug nach Brisbane


Wir sind am 25.12 hier angekommen und haben am Airport den Mietwagen in Empfang genommen, der Mietwagen der später den Ölverlust hatte. Naja auch äußerlich hatte er schon ein paar Schrammen, die Mietwagenfirma hat 2 Schadstellen auf ihrem Bericht angegeben, nach unserer Überprüfung waren allerdings alle Felder die man dort ankreuzen konnte als Schadhaft mit Krazern und Steinschlägen ausgefüllt und des ganze wurde dann noch von der Mietwagenfirma abgesegnet.


Das Chill Backpacker -wahrscheinlich eine alte Feuerwehrwache

Unser Chill Backpacker Hostel war ca. 1 km von der Innenstadt entfernt und hatte eine Dachterasse. Von der hatte man abends einen tolle Aussicht auf den Brisbane River. Den Abend haben wir dann noch damit verbracht Richtung Innenstadt zu laufen. Aus dem spontanen Spaziergang entwickelte sich allerdings ein vollständiger Stadtrundgang, vorbei an allen Highlights. Wie der obligatorische botanische Garten, die Innenstadt, die wegen dem Weihnachtsfeiertag nur von wenigen Touristen besucht war und man teilweise auch auf 4 spurigen Stadtautobahnen laufen konnte, weil kein Auto unterwegs war.

Eigentlich wollten wir uns auch noch ein Bier für unsere Chillout Dachterasse kaufen, allerdings gibt es ein Gesetz, des besagt man darf am 25.12 keinen Alkohol verkaufen bzw. nur in Verbindung mit einem Essen...
Das die Australier nicht mit Alkohol umgehen können haben wir ja schon gemerkt, aber diese Massnahme ist einfach quatsch. Jeder Australier der die Situaton kennt kann sich nämlich locker vorher mit Alkohol eindecken, liebe Aussies bitte einmal mitdenken...
Naja wir haben dann noch bei einem Chinesen am Stadtstrand Abendgegessen und dort auch gutes chinesisches Tsingtao bekommen.
Der Stadtstrand ist eine geniale Erfindung, hier wurde einfach ein kleiner Strand neben dem Brisbane River nachgebaut, des ganze liegt direkt vor einer Uni, bei der ich mich wohl für den nächsten Studiengang einschreiben werde und es war selbst abends um 21 Uhr noch richtig voll dort. Bei der Wanderung durch die Stadt sind uns auch seltsame Vögel aufgefallen die den ganzen Himmel verdunkelt haben. Als sich einige Viecher genähert haben, haben wir dann gesehen das es sich dabei um riesige Fledermäuse handelt, die wir dann später wirklich in jedem Baum wieder angetroffen haben. In dem Botanischen Garten in Melbourne hatten wir vorher schon erfahren, dass Melbourne wohl vor einigen Jahren auch eine richtige Fledermausplage hatte, die sich dann aber wieder verzogen hat. Ob die jetzt hier in Brisbane sind?

Am Himmel waren einige Flederäuse, die wurden jedoch durch die Langzeitbelichtung der Kamera sauber herausgefiltert

Blick zum Casino


Jedenfalls war Brisbane bei Nacht recht eindrucksvoll, dass wir mit unserem Spaziergang fast schon alle Sehenswürdigkeiten der Stadt erschlagen hatten, haben wir erst hinterher gemerkt ;-)

Am nächsten Tag waren wir dann nochmal in der Stadt unterwegs und haben die wenigen noch verbleibenden Attraktionen besichtigt, bis Mittag war die Stadt dann der krasse Gegensatz zum menschenleeren Vortag, die Geschäfte und Innenstadt war voll mit kaufwütigen, die eine regelrechte Schlacht um die Schnäppchen zelebrierten. Wir haben uns das Treiben noch bei einer gemütlichen Tasse Kaffe in der Innenstadt angeschaut und uns dann auf die Chillout Dachterasse verzogen. Abends waren wir nochmal kurz Sushi Essen in der Stadt, die gibts hier echt günstig und auch to-go, also Sushi zum mitnehmen - des ist hier teilweise fast so häufig anzutrefffen wie Bratwurstbuden in Nürnberg. Sowas wär auf jeden Fall auch mal ein geniales Konzept für Deutschland - wer damit starten will soll sich bei uns melden Steve und ich steigen mit ein ;-)

Den Abend haben wir in der Jugendherberge verbracht und im Gemeinschaftsraum DVDs gekuckt, da lief Captain Hook. Ich glaub den Film hab ich damals in der 5. Klasse schon mal auf Englisch in der Schule gesehen. War jedenfalls witzig, danach haben wir uns noch mit einer Holländerin unterhalten. Die war von den 18 jährigen Deutschen, die hier oft im Dauerzustand betrunken wie die Kängurus rumhüpfen, und offensichtlich nach dem Abi von ihren Eltern hier in Australien durchfinanziert werden, etwas angenervt. Die Eltern dieser "Abiturienten" offensichtlich auch, so dass die keine Kosten und Mühen scheuen, dass ihre Brut hier immer gut den Alkoholpegel halten kann. Naja jedenfalls schön, dass wir auch einmal im Leben mit Holland einer Meinung waren. Wenn wir auch nicht ganz verstanden haben warum sie sich in Holland ein Haus mit 3 Schlafzimmern gekauft hat, alleinstehend ist und jetzt die nächsten Jahrzehnte das Haus abbezahlen darf aber doch mit dem Gedanken spielt in ein anderes Land zum Arbeiten hinzugehen?? Holländer eben.

Am nächsten Tag haben wir dann Brisbane verlassen, es folgt die Story mit dem defekten Mietwagen.

ein Blue Tongue - die haben eine blaue Zunge, des ist ein sehr großes Exemplar, das mir leider seine Zunge nicht zeigen wollte

Montag, 28. Dezember 2009

Rainforest & Mietwagen Breakdown die 2.te

Heute morgen sind wir von Brisbane Richtung Sydney mit unserem neuen Mietwagen, dem Nissan Tilda, gestartet.
Erstes Ziel war Surfers Paradise. Allerdings ist die Stadt mit ihren Bauwerken kaum an Häßlichkeit zu überbieten, es gleicht aus einer Mischung aus Ballermann und Hochhäusern, gepaart mit Stränden. Also haben wir kurzerhand beschlossen, der Küste den Rücken zu kehren und im Landesinneren weiterzufahren. Erstes Ziel war der Tamborine Mountain National Park, dort gab es zunächst wieder eine kleine Wanderung über die Baumwipfeln des Regenwaldes hinweg.
Als zweites Ziel hatten wir uns Lamington National Park rausgesucht, bei Binna Burra haben wir uns an der Touristinformation mit Kartenmaterial und nützlichen Tipps versorgt. Der Ranger hat uns eine sehr schöne Tour durch den Regenwald empfohlen, die wir dann auch gleich gelaufen sind. Unterwegs haben wir ein deutsches Pärchen nach einem drittel Weg getroffen, die Frau war tatsächlich nur mit Flipflops ausgestattet! Das optimale Schuhwerk für so eine Dschungelwanderung. Wir sind dann schnell weiter um nicht Zeugen irgendwelcher Unfälle zu werden. Der Weg wurde dann auch erheblich schlechter, matschiger und steiler, also optimale Voraussetzungen für offene FlipFlops. Wir waren jedenfalls begeistert von dem Weg, der Rancher hat uns auch noch ein Mittel gegen die Fliegen gegeben, so dass wir diesmal auch keine lästigen Begleiter hatten und die Wanderung wirklich genießen konnten.


tolle Aussicht bei der Wanderung durch den Regenwald

Am Parkplatz bemerkten wir bereits Ölflecken unter unserem Fahrzeug, konnten allerdings icht sicher sagen ob es wirklich von unserem Fahrzeug war, da der ganze Parkplatz durch den Regen leicht ölverschmiert war. Wir sind dann dem Rat des Rangers gefolgt und Richtung Murwillumbah gefolgt. Der Tipp war auch wirklich Gold wert, die Strecke war Landschaftlich absolut genial. Sie erinnert mit ihren sanften Hügeln und dem kompletten Grün ein bisschen an Irland. Durch den Regen am Nachmittag waren immer wieder Nebelbänke zu sehen, die die ganze Landschaft vor allem gegen Abend bei Sonnenuntergang in eine mhystische Landschaft verwandelte. Die Strasse war sehr gut zu befahren, da komplett geteert.
Unterwegs haben wir noch einen Ministop an der Natural Bridge gemacht, ebenfalls ein Tipp des Rangers, hier ist ein Wasserfall zu sehen, der sich durch einen ehemaligen Vulkan gebohrt hat und deshalb eine kleine steinere Brücke geformt hat.
In Murwillumbah bemerkten wir, dass unsere Mietwagenkiste ordentlich Öl hinter sich hersaute. Unsere erste Diagnose, schließich konnten wir auf dem Gebiet bereits einige Kompetenzen erwerben, Ölfilter oder Ölwanne undicht... diesmal haben wir nämlich bereits bei der Wagenübernahme am Flughafen gecheckt, ob der Deckel zum Ölnachfüllen vorhanden ist.

Wir haben dann beim nächstbesten Motel eingecheckt und bei unserem netten Vermieter Red Spot angerufen. Dort konnte man uns erst mal wenig weiterelfen, außer längst bekannte Daten, wie sie bereits im Mietvertrag stehen noch einmal aufzunehmen und am Ende auf den Pannenservice zu verweißen. Der das Problem in den Griff bekommen sollte. Dann haben wir beim Pannenservice angerufen, der wieder die ganzen Daten wollte und dann versprach in einer Stunde bei uns zu sein. So war es dann letztendlich auch, allerdings hat uns bereits stutzig gemacht, dass der Pannenservice wohl mit der Mietwagenfirma nichts am Hut hatte. Am Ende kam die Australische Version des ADAC zu uns, der Servicetechniker hatte nach einem kurzen Blick unter den Wagen die Diagnose gestellt Ölfilter undicht, vielleicht falsch eingebaut. Er kann da nichts machen, ein Fall für die Mietwagenfirma. Aha tatsächlich, welch Überraschung, wir haben dann gleich nochmal bei der Mietwagenfirma angerufen. Der Techniker durfte dann dem unfähigen Mann an der Hotline erklären, dass man mit dem Auto nicht mehr weiterfahren kann, sonst riskiert man einen Motorschaden der mindestens 5000 Dollar kostet und ein neuer Ölfilter würde nur 10 Dollar kosten. Vom Inhalt also das gleiche was wir einer Stunde vorher Red Spot gesagt haben. Der Techniker hatte noch ergänzt, die Mietwagenfirma soll dankbar sein, dass wir den Fehler bemerkt haben, bevor die Öllampe das Leuchten angefangen hat, weil dann kann es in so einem Fall schnell gehen.
Ok, nachdem der Techniker also auch nur die selbe Diagnose gestellt hat wie wir ist er wieder abgezogen.
Wir hatten dann noch ein paar witzige Telefonate mit der unfähigen Hotline, die jetzt Probleme machte uns einen Ersatzwagen vorbeizubringen, sondern darauf bestand, dass wir zur Mietwagenfirma kommen sollten. Es fragt sich nur wie?
Nach Aufnahme der Personalien des Mietwagenmitarbeiters, Androhung das Auto auf seine Verantwortung hin weiter in Bewegung zu setzten und schlussendlich einer telefonischen Weiterleitung zu seinem Chef, der nun doch eine Ersatzlieferung für den defekten Wagen am nächsten morgen zusicherte, warten wir jetzt darauf wie sich die Lage entwickeln wird.

hmm da passt was nicht

Ok we have a problem here

der ADAC ist schon da

und hat auch keine Lösung


So mittlerweile war jemand bei unserem Motel und hat uns einen neuen

Mietwagen vorbeigebracht, wieder ein Nissan Tiida. Leider hat der gute
Mann für den neuen Wagen keinerlei Papiere mitgebracht, so dass wir
mit ihm zum Flughafen fahren mussten. D.h. er fuhr mit dem defekten
Wagen, hat vorher noch nen Liter Öl reingekippt und hat dann auf dem
Weg zum Flughafen ne ordentliche Ölspur hinter sich hergezogen...
Der neue Mietwagen hat leider den German Engineering check auch nicht
überstanden und war offensichtlich ein Unfallfahrzeug, so dass wir
jetzt mittlerweile bei Wagen Nr. 3 von RedSpot angekommen sind und
damit jetzt mal sehen wie weit wir kommen.

leaving the best city...

Heute war es an der Zeit einer großartigen Stadt Lebe wohl zu sagen,
aber bevor es soweit war hieß es noch kurz Weihnachten mit Deutschland
zu feiern. Nach dem Aufwachen und Fertigmachen telefonierten wir noch
mit unserer Heimat. Für mich wurde sogar extra eine Skype
Telefonkonferenz aufgesetzt mit Webcam und allem was so dazugehört :).
Damit wars mir möglich alle meine Lieben und sogar den Baum noch live
zu sehen :), auch wenns ein bißchen gebraucht hat bis die Verbindung
stand :) war es doch sehr schön.
Danach hieß es dann für uns alle Klamotten wieder in die Taschen zu
pressen und schon ging es wieder ab auf die Piste :) und diesmal
wirklich im wahrsten Sinne des Wortes :). Unser erste Ziel am heutigen
Tag war die Boxengasse im Albertpark :) - hier ließen wir den Hiundai
Getz mal zeigen was er so kann. Wir hetzten den Kleinen 2 mal über die
Piste und ließen das Getriebe aufheulen :) - einfach schön. Unsere
Bestzeit lag leider ca. 2 Minuten über der der Formel 1 Fahrzeuge :)
(auf der Zielgerade) aber Spaß hatten wir bestimmt mehr :). Danach
fuhren wir nochmal zurück nach St. Kilda um auch diesen Teil von
Melbourne noch zu besichtigen. Es ist irgendwie ein bißchen so wie ich
es aus JAG kenne :). Der Teil der Stadt liegt direkt am Meer. Dort
befindet sich eine wunderbare Uferprominade und natrülich auch ein
Strand. Direkt daneben befindet sich der Lunapark, ein rießiger
Freizeitpark, der aber nur am Wochenende offen hat. Dahinter liegt das
Kneipenviertel mit tausen kleinen Bars wo man seine Zeit dann
verbraten kann :). Wir suchten uns noch einen Platz zum frühstücken
und dann ging es ab Richtung Airport, der letzten Fahrt unseren besten
Autos der Welt. Die Fahrt verlief unspektakulär. Am 25ten Dezember
waren nur wenige Autos unterwegs und so erreichten wir relativ schnell
die letzte Tankstelle vorm Flughafen. Dort betankten wir den guten
Hiundai und entfernten unsere Tuningartikel aus dem Motorraum -
gespannt ob der Motor die letzten 25 km ohne rettende Wasserflasche
aushalten würde. Die Fahrt verlief ohne Probleme und so konnten wir
den Wagen erfolgreich am Flughafen abgeben - einziger Kommentar: well
done - great job: keine Kratzer nichts am Wagen festzustellen :).
Schlussendlich haben wir 2100 km auf den kleinen draufgefahren in 10
Tagen von denen wir 3 Tage nicht gefahren sind :) --> 300 km pro Tag
:)
Nun hieß es nur noch einzuchecken und dann ging es ab nach Brisbane...

Live Konferenz nach Hause zum Weihnachtsbaum

Der Beginn der Boxengasse

St Kilda Beach

Der Blick von St Kilda nach Downtown Melbourne

Überreste der OP am offenen Herzen beseitigen :)

Formel 1 mit Hyundai Getz


Steve als Formel 1 Fahrer auf der Melbourne Rennstrecke

Melbourne Part 2

Nachdem wir die Tage zuvor bereits Melbournes Straßen und Hinterhöfe
kennen und lieben gelernt haben, standen heute nur noch einige wenige
Sehenwürdigkeiten auf dem Programm aber bevor es losgehen konnte
mussten wir aber noch kurz unsere Klamotten durchwaschen. Danach gings
dann wieder ab zur Straßenbahn und in 15 Minuten standen wir vor den
Toren der Stadt, heute zuerst an einem Memorial für den 2ten
Weltkrieg. Dies hat sich Der Staat Victoria einiges kosten lassen :)
und einen rießigen Bunker hingestellt mit Gedenkstätten und einem
Museeum. Ohne zu wissen was uns erwartete und worum das ganz
eigentlich geht stolzierten Flo und ich in den sogenannten Schrein.
Dies ist im Prinzip das Herzstück der Gedenkstätte. Immer am 11.11. um
11 Uhr :) also wo bei uns der Fasching beginnt scheint hier die Sonne
gebündelt genau auf eine Gedenktafel die an die Gefallenen des zweiten
Weltkrieges erinnert. Darunterliegend ist ein kleines Museum in das
wir auch schnurstracks hineinliefen. An der Eingangstüre lauerte dann
aber auch schon der erste Reservist auf uns auf :( und schwubs hatte
er uns auch schon in seinen Bann gezogen. Hallo ? wie geht es Ihnen?
Sie wissen dass Sie hier im Memorial sind? Wissen Sie warum es gebaut
worden íst etc? Hm an nichts böses denkend antworteten wir
wahrheitsgemäß mit Nein was uns direkt einen Film über die Entstehung
plus weiter 15 Minuten Trashtalk kostete. Na ja jetzt wissen wir
immerhin was der Kasten ist und warum man ihn gebaut hat. Man muss
sagen ist ja eigentlich wirklich schön aber schon ein rießiger
Prunkbau aber na ja ich denke das ist einfach eine wichtige Stätte für
Leute die an dem Krieg beteiligt waren. Unsere Generation hat davon ja
Gott sei dank nichts mitbekommen. Also genossen wir noch das Gespräch
und besichtigten dann das Memorial noch einmal in einem anderen Licht
:). Danach ging es dann weiter in den botanischen Garten. Dieser ist
hier in Melbourne wirklich riesen groß und auch wunderschön gepflegt.
Wie, als ob wir das ganze geplant hätten, wollte eine Führerin gerade
mit 2 Damen aus Afrika und Amerika in den Garten aufbrechen. Sie
fragte uns noch kurz ob wir mitwollten mit dem Hintergedanken dass
diese jungen Leute bestimmt nicht mitwollen :). Da konnten wir sie
noch einmal überraschen :) und so schlossen wir uns direkt der Führung
an. Es war eigentlich ziemlich witzig mal einen botanischen Garten mit
Führung duchzugehen :). Ich hab ja gedacht man bekommt ein bißchen
Wissen vermittelt :) aber die Dame hatte irgendwie auch nicht wirklich
so den Peil :) und so entwickelte sich die Führung eher zu einem
gemeinsamen Sparziergang durch die Lieblingsstellen der Führerin im
Park. Recht witzig war der Versuch uns alle in die Führung
miteinzubinden mit Fragen wie: gibt es diese Pflanze bei Ihnen auch :)
hm... Na ja immer relativ schwer zu beantworten da alle Kontinente
vertreten war :). Aber trotzdem eine nette Erfahrung. Gegenfragen
konnte man zwar stellen wurden aber gerne umschifft :). Nach 1,5
Stunden kamen wir zum Ausgangspunkt zurück und beendeten den Spaß :).
Jetzt hieß es für uns wieder die nächste Tram zu schnappen und in den
Norden der Stadt zum Viktoria Market zu düsen da dieser bald schließen
wollte. Der Markt ist einfach eine rießige überdachte Markthalle wo es
den normalen Schrott wie in China und auch Essen gibt. Es ist witzig
die "Marktschreier" zu beobachten und das gesamte Treiben auf dem
Markt. Irgendwann hat dann der Markt geschlossen und so sind auch wir
abgezogen zu unserem Sponsor :) Mc Donalds um noch kurz unsere
Weihnachtsgrüße loszuwerden. Danach ging es auch wieder in Richtung
Süden. Das letzte was noch auf unserem Programm Stand war der Albert
Park. Nach einer kurzen Tramsession waren wir auch schon am Eingang
angekommen und wanderten drauf los. Nach ca. 30 Minuten erblickten
unsere Augen eine relativ lange Gerade mit einem Gebäude daneben,
mitten so im Park. Dies erachteten wir eigentlich schon als sehr
komisch und so beschlossen wir dieses noch kurz aufzususchen. Dort
angekommen erkannten wir recht schnell :) es war die Boxengasse des
Melbourne Grand Prix die wir hier zufälligerweise aufgefunden haben.
Wir liefen diese ab und fanden sogar noch einige Rückstände des Grand
Prix :) sehr witzig. Leider waren wir heute nur per pedes unterwegs
und konnten keine neue Bestzeit aufstellen aber morgen sollten wir
dann das ganze noch einmal mit unserem ZauberHiundai verbessern :).
Kurz danach fiel unser Tag dann leider noch ins Wasser :(. Der
eigentliche Plan war noch uns nach St. Kilda durchzuschlagen, dem
Kneipenviertel in Melbourne, in dem es einen Luna Park gibt, Strand,
Meer und Bars. Leider begann es aber so stark zu Regnen dass wir unser
Hotel aufsuchen mussten :(. Komplett durchnässt kamen wir dann im
Hotel an und wärmten uns dort erst einmal auf. Dort verbrachten wir
auch recht unspektakulär den Weihnachtsabend. Eigentlich sollte es
noch ein gemeinsames Abendessen im Hostel geben aber wegen dem
schlechten Wetter wurde auch dieses gecancelt und so blieb uns nur ein
bißchen zusammensitzen und was trinken übrig...

Memorial in Melbourne

Flagge von Australien im Memorial

Unsere Tour durch den botanischen Garten (In blau die witzige Führerin)

Ein Eindruck vom Markt

Ein weiterer Eindruck

Der Albert Park im Süden

Am See des Albert Parks

Ups :) und die Boxengasse

und die letzten Zeichen von BMW auf der Strecker

Nur noch das Bier konnte uns bei diesem Wetter warm halten

Samstag, 26. Dezember 2009

Melbourne - erster Teil

Zunächst einmal wünschen wir allen Bloglesern frohe Weihnachten!

Wir sitzen gerade am Airport auf dem Weg von Melbourne nach Brisbane. Unseren treuen gefährten, den Hyundai Getz mussten wir schweren Herzens hier am Flughafen zurücklassen. Wir sind am Ende über 2100 km mit ihm gefahren und hatten keine Panne, und nur eine kleine Reperatur die wir selbst durchführen konnten. Da gibts aber ne eigene Story hier im Blog...Operation am offenen Herzen ;-)

Jetzt noch ein paar Worte zu unseren Erlebnissen in Melbourne. Wir sind am Dienstag Mittag hier in Melbourne eingetroffen, unsere Unterkunft war wieder ein Hostel, allerdings sehr luxuriös und vor kurzem wohl noch ein Hotel, das jetzt umgebaut wurde. Es liegt in St Kilda, einem Vorort von Melbourne ganz nah an der Formel 1 Strecke von Melbourne die Mitten in der Stadt liegt, wie wir jetzt vor Ort festgestellt haben.
Die Verkehrsanbindung an die Innenstadt war durch die Tram, die 100 Meter neben dem Hostel hält absolut unproblematisch, in 15 Minuten waren wir Downtown. An der Touristinformation beim Federal Square haben wir uns just in time noch mit Kartenmaterial versorgt und dann gings auch schon los.

Um einen besseren Überblick zu bekommen haben wir die kostenlose Touristentram genutzt, die einmal um die Innenstadt fährt und alle 12 Minuten abfährt. Der Fahrer war witzig und so eine Art privat Entertainer. In der Nähe des Melbourne Aquariums sind wir ausgestiegen und dann Richtung Rialto Towers, die eine Aussichtsplatform besitzen. Dort haben wir uns dann die Stadt von oben angeschaut und unsere nächsten Ziele anvisiert. Unten sind wir dann einmal zu Fuß durch die Stadt, durch Chinatown, am griechischen Viertel vorbei, durch für eine Großstadt typische Hochhausschluchten zum Parlament, hin zur St. Patricks und St. Pauls Cathedral. Die haben wir auch noch rechtzeitig vorm schließen erwischt. Dann sind wir zu Fuß zurück Richtung Federal Square. Unterwegs sind wir noch durch ein paar kleinere, ältere Einkaufsstrassen gekommen. Am Federal Square, haben wir ein Bier getrunken, die haben immer verschiedene Sorten aus aller Welt da, diesmal war sogar ein Weihenstephaner Weizen dabei. Allerdings haben wir uns dann für ein DESERT Bier entschieden, ich hab irgendwie noch schlechte Erinnerungen an des Weihenstephaner Bier vom Oktoberfest in Shanghai ... ;-)
Den Sonnenuntegang haben wir wieder in den Rialto Towers über Melbourne genossen, man kann auf Anfrage das Ticket für einen kostenlosen 2. Besuch abends nutzen. Des war witzig, die wollten beim verlassen, dass ich auf dem Ticket unterschreibe, ich hab allerdings nur mit Druckbuchstaben meinen Namen hingeschrieben. Als wir dann wieder gekommen sind durfte ich den Namen nochmal mit Druckbuchstaben hinschreiben ... ziemlich sinnlos aber bitte, wenns gewünscht wird.
Der Sonnenuntergang war jedenfalls großartig, wer in Melbourne Nachtaufnahmen mit dem Foto machen will, sollte unbedingt zum Rialto Tower gehen, weil die 2 Aussichtsplattformen haben, bei der keine Glasscheiben bei den Aufnahmen stören!

Den 2. Tag in Melbourne haben wir auch wieder in der Innenstadt verbracht, vormittags ein kleiner Abstecher zur St. Pauls Cathedral, in die National Bibliothek mit ein paar sehr schönen Lesesälen. Dann ins alte Gefängnis von Melbourne und dort die Führung mitgemacht, auf der wird man in eine historische Zelle eingesperrt und darf sich ein Fahndungsfoto anfertigen und erfährt einiges über die Historie dieses Gebäudes. In den Zellen sind teilweise die Totenmasken von bekannten Australischen Verbrechern ausgestellt, die dort im Gefängnis erhängt wurden... naja des hätts nicht unbedingt gebraucht.

In der Nähe ist noch das Melbourne Museum, eine Art naturhistorisches Museum, allerdings sehr lebendig. Es gibt einiges für Kinder zum Spielen und Anfassen, einige Tiere sind auch lebendig in dem Museum. Die Dinosaurier Skelette waren mit Weihnachtsman Mützen präperiert, also ziemlich locker bei den Aussies. Eine Ausstellung beschäftigte sich mit dem menschlichen Gehirn und man konnte einige Selbstversuche auf einer Liege zu Träumen durchführen. Wir waren uns jedenfalls einig, dass das Museum unsere Erwartungen übertroffen hat.

Auf unserem Weg zu dem letzten Highlight dem Melbourne Aquarium, haben wir noch einen Googletreffer von Steve ausprobiert, eine offene Roof-Top-Bar über den Dächern von Melbourne. Google hat recht behalten, war eine coole Location, wenn auch wahrscheinlich für uns das teuerste Bier in Australien - die genaue Adresse gibts nur auf Anfrage ;-)

Das Melbourne Museum hatte einiges der australischen Wasserwelt zu bieten. Witzig waren die Pinguine, beeindruckend das riesige Wasserbecken mit den Haien, die dort einen Meter über einem hinwegschwimmen. Dem muss man nicht unbedingt in freier Wildbahn begegnen...

Den Abend haben wir dann auf dem Eureka Skydeck im 88.Stock ausklingen lassen. Dort haben wir gelernt, ist der schnellste Aufzug der Southern Hemisphere installiert ... yeahhhhhh ;-).
Das Skydeck ist zwar höher als bei den Rialto Towers, aber zum Fotografieren eignet es sich wegen den Glasscheiben nicht so gut, die hatten nur einen Miniausguck ohne Glas. Aber wir haben dort oben ein super schnelles offenes Wlan gefunden und des ordentlich genutzt - surfen at the edge.

Weitere Bilder gibts auch in den Picasa Alben von Stephan und mir.


Melbourne von oben

St. Patricks

Chillen am Federal Square

Melbourne bei Nacht

Das alte Gefängnis

Schwimmender Pinguin