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Montag, 28. Dezember 2009

Rainforest & Mietwagen Breakdown die 2.te

Heute morgen sind wir von Brisbane Richtung Sydney mit unserem neuen Mietwagen, dem Nissan Tilda, gestartet.
Erstes Ziel war Surfers Paradise. Allerdings ist die Stadt mit ihren Bauwerken kaum an Häßlichkeit zu überbieten, es gleicht aus einer Mischung aus Ballermann und Hochhäusern, gepaart mit Stränden. Also haben wir kurzerhand beschlossen, der Küste den Rücken zu kehren und im Landesinneren weiterzufahren. Erstes Ziel war der Tamborine Mountain National Park, dort gab es zunächst wieder eine kleine Wanderung über die Baumwipfeln des Regenwaldes hinweg.
Als zweites Ziel hatten wir uns Lamington National Park rausgesucht, bei Binna Burra haben wir uns an der Touristinformation mit Kartenmaterial und nützlichen Tipps versorgt. Der Ranger hat uns eine sehr schöne Tour durch den Regenwald empfohlen, die wir dann auch gleich gelaufen sind. Unterwegs haben wir ein deutsches Pärchen nach einem drittel Weg getroffen, die Frau war tatsächlich nur mit Flipflops ausgestattet! Das optimale Schuhwerk für so eine Dschungelwanderung. Wir sind dann schnell weiter um nicht Zeugen irgendwelcher Unfälle zu werden. Der Weg wurde dann auch erheblich schlechter, matschiger und steiler, also optimale Voraussetzungen für offene FlipFlops. Wir waren jedenfalls begeistert von dem Weg, der Rancher hat uns auch noch ein Mittel gegen die Fliegen gegeben, so dass wir diesmal auch keine lästigen Begleiter hatten und die Wanderung wirklich genießen konnten.


tolle Aussicht bei der Wanderung durch den Regenwald

Am Parkplatz bemerkten wir bereits Ölflecken unter unserem Fahrzeug, konnten allerdings icht sicher sagen ob es wirklich von unserem Fahrzeug war, da der ganze Parkplatz durch den Regen leicht ölverschmiert war. Wir sind dann dem Rat des Rangers gefolgt und Richtung Murwillumbah gefolgt. Der Tipp war auch wirklich Gold wert, die Strecke war Landschaftlich absolut genial. Sie erinnert mit ihren sanften Hügeln und dem kompletten Grün ein bisschen an Irland. Durch den Regen am Nachmittag waren immer wieder Nebelbänke zu sehen, die die ganze Landschaft vor allem gegen Abend bei Sonnenuntergang in eine mhystische Landschaft verwandelte. Die Strasse war sehr gut zu befahren, da komplett geteert.
Unterwegs haben wir noch einen Ministop an der Natural Bridge gemacht, ebenfalls ein Tipp des Rangers, hier ist ein Wasserfall zu sehen, der sich durch einen ehemaligen Vulkan gebohrt hat und deshalb eine kleine steinere Brücke geformt hat.
In Murwillumbah bemerkten wir, dass unsere Mietwagenkiste ordentlich Öl hinter sich hersaute. Unsere erste Diagnose, schließich konnten wir auf dem Gebiet bereits einige Kompetenzen erwerben, Ölfilter oder Ölwanne undicht... diesmal haben wir nämlich bereits bei der Wagenübernahme am Flughafen gecheckt, ob der Deckel zum Ölnachfüllen vorhanden ist.

Wir haben dann beim nächstbesten Motel eingecheckt und bei unserem netten Vermieter Red Spot angerufen. Dort konnte man uns erst mal wenig weiterelfen, außer längst bekannte Daten, wie sie bereits im Mietvertrag stehen noch einmal aufzunehmen und am Ende auf den Pannenservice zu verweißen. Der das Problem in den Griff bekommen sollte. Dann haben wir beim Pannenservice angerufen, der wieder die ganzen Daten wollte und dann versprach in einer Stunde bei uns zu sein. So war es dann letztendlich auch, allerdings hat uns bereits stutzig gemacht, dass der Pannenservice wohl mit der Mietwagenfirma nichts am Hut hatte. Am Ende kam die Australische Version des ADAC zu uns, der Servicetechniker hatte nach einem kurzen Blick unter den Wagen die Diagnose gestellt Ölfilter undicht, vielleicht falsch eingebaut. Er kann da nichts machen, ein Fall für die Mietwagenfirma. Aha tatsächlich, welch Überraschung, wir haben dann gleich nochmal bei der Mietwagenfirma angerufen. Der Techniker durfte dann dem unfähigen Mann an der Hotline erklären, dass man mit dem Auto nicht mehr weiterfahren kann, sonst riskiert man einen Motorschaden der mindestens 5000 Dollar kostet und ein neuer Ölfilter würde nur 10 Dollar kosten. Vom Inhalt also das gleiche was wir einer Stunde vorher Red Spot gesagt haben. Der Techniker hatte noch ergänzt, die Mietwagenfirma soll dankbar sein, dass wir den Fehler bemerkt haben, bevor die Öllampe das Leuchten angefangen hat, weil dann kann es in so einem Fall schnell gehen.
Ok, nachdem der Techniker also auch nur die selbe Diagnose gestellt hat wie wir ist er wieder abgezogen.
Wir hatten dann noch ein paar witzige Telefonate mit der unfähigen Hotline, die jetzt Probleme machte uns einen Ersatzwagen vorbeizubringen, sondern darauf bestand, dass wir zur Mietwagenfirma kommen sollten. Es fragt sich nur wie?
Nach Aufnahme der Personalien des Mietwagenmitarbeiters, Androhung das Auto auf seine Verantwortung hin weiter in Bewegung zu setzten und schlussendlich einer telefonischen Weiterleitung zu seinem Chef, der nun doch eine Ersatzlieferung für den defekten Wagen am nächsten morgen zusicherte, warten wir jetzt darauf wie sich die Lage entwickeln wird.

hmm da passt was nicht

Ok we have a problem here

der ADAC ist schon da

und hat auch keine Lösung


So mittlerweile war jemand bei unserem Motel und hat uns einen neuen

Mietwagen vorbeigebracht, wieder ein Nissan Tiida. Leider hat der gute
Mann für den neuen Wagen keinerlei Papiere mitgebracht, so dass wir
mit ihm zum Flughafen fahren mussten. D.h. er fuhr mit dem defekten
Wagen, hat vorher noch nen Liter Öl reingekippt und hat dann auf dem
Weg zum Flughafen ne ordentliche Ölspur hinter sich hergezogen...
Der neue Mietwagen hat leider den German Engineering check auch nicht
überstanden und war offensichtlich ein Unfallfahrzeug, so dass wir
jetzt mittlerweile bei Wagen Nr. 3 von RedSpot angekommen sind und
damit jetzt mal sehen wie weit wir kommen.

Freitag, 25. Dezember 2009

OP am offenen Herzen

Um unsere Blogfangemeinde nicht unnötig zu beunruhigen müssen wir
jetzt im nachhinein noch kurz berichten was unserem armen Getz
widerfahren ist.
Letzten Samstag, also bereits nach dem Horrortrip durch den Busch,
haben wir einen kleinen Routinecheck an unserem treuen Gefährten
durchgeführt und ihm mal unter die Motorhaube geschaut.
Oh schreck, siehe da der Motorraum war leicht verölt, was daran lag,

dass der Verschluss zum Ölnachfüllen komplett fehlte. Zu dem Zeitpunkt
hatten wir bereits über 1200 km mit dem Wagen zurückgelegt.
Eine Fehlerdiagnose war schnell gerstellt, sicherlich ein Fehler des
inkompetenten Mietwagenpersonals in Sydney (ein französischer
Praktikant), der beim Ölnachfüllen offensichtlich vergessen hatte den
Motor wieder ordnungsgemäß zu verschließen.
Nach einem kurzen Telefonat mit unserem Privatmechaniker in
Ingolstadt, danke an das Autohaus Küchen ;-) und einigen eigenen
Abschätzungen zur Wärmeentwicklung an der Stelle, kamen wir zu dem
Entschluss den Motor mit einer handelsüblichen Wasserflasche, die wir
natürlich noch mit einem Pflaster zwecks Anpassung des

Gewindedurchmessers präperierten, abzudichten. German Engineering in
da house ...
Siehe Bilder, zugegeben sieht zwar nicht ganz so professionell aus,
war aber hoch effektiv, wie sich bei einer fundierten Testreihe in den
folgenden Tagen bestätigte.
Im Tuningzubehörladen würde man das ganz wohl so beschreiben: Die
Flasche wird durch die Motorhaube nach unten gedrückt und dichtete den
Motor sauber ab, durch die Flasche wird spritzendes Öl wieder sicher
zurück in den Motorraum geführt, der Hubraum vergrößert sich um 0,5 Liter ;-)


hmm Problem erkannt, Öl is aber noch drin

leicht ölig unser Motorraum

the Mechatroniker Solution

tadaaa...