Erstes Ziel war Surfers Paradise. Allerdings ist die Stadt mit ihren Bauwerken kaum an Häßlichkeit zu überbieten, es gleicht aus einer Mischung aus Ballermann und Hochhäusern, gepaart mit Stränden. Also haben wir kurzerhand beschlossen, der Küste den Rücken zu kehren und im Landesinneren weiterzufahren. Erstes Ziel war der Tamborine Mountain National Park, dort gab es zunächst wieder eine kleine Wanderung über die Baumwipfeln des Regenwaldes hinweg.
Als zweites Ziel hatten wir uns Lamington National Park rausgesucht, bei Binna Burra haben wir uns an der Touristinformation mit Kartenmaterial und nützlichen Tipps versorgt. Der Ranger hat uns eine sehr schöne Tour durch den Regenwald empfohlen, die wir dann auch gleich gelaufen sind. Unterwegs haben wir ein deutsches Pärchen nach einem drittel Weg getroffen, die Frau war tatsächlich nur mit Flipflops ausgestattet! Das optimale Schuhwerk für so eine Dschungelwanderung. Wir sind dann schnell weiter um nicht Zeugen irgendwelcher Unfälle zu werden. Der Weg wurde dann auch erheblich schlechter, matschiger und steiler, also optimale Voraussetzungen für offene FlipFlops. Wir waren jedenfalls begeistert von dem Weg, der Rancher hat uns auch noch ein Mittel gegen die Fliegen gegeben, so dass wir diesmal auch keine lästigen Begleiter hatten und die Wanderung wirklich genießen konnten.
tolle Aussicht bei der Wanderung durch den Regenwald
Unterwegs haben wir noch einen Ministop an der Natural Bridge gemacht, ebenfalls ein Tipp des Rangers, hier ist ein Wasserfall zu sehen, der sich durch einen ehemaligen Vulkan gebohrt hat und deshalb eine kleine steinere Brücke geformt hat.
In Murwillumbah bemerkten wir, dass unsere Mietwagenkiste ordentlich Öl hinter sich hersaute. Unsere erste Diagnose, schließich konnten wir auf dem Gebiet bereits einige Kompetenzen erwerben, Ölfilter oder Ölwanne undicht... diesmal haben wir nämlich bereits bei der Wagenübernahme am Flughafen gecheckt, ob der Deckel zum Ölnachfüllen vorhanden ist.
Wir haben dann beim nächstbesten Motel eingecheckt und bei unserem netten Vermieter Red Spot angerufen. Dort konnte man uns erst mal wenig weiterelfen, außer längst bekannte Daten, wie sie bereits im Mietvertrag stehen noch einmal aufzunehmen und am Ende auf den Pannenservice zu verweißen. Der das Problem in den Griff bekommen sollte. Dann haben wir beim Pannenservice angerufen, der wieder die ganzen Daten wollte und dann versprach in einer Stunde bei uns zu sein. So war es dann letztendlich auch, allerdings hat uns bereits stutzig gemacht, dass der Pannenservice wohl mit der Mietwagenfirma nichts am Hut hatte. Am Ende kam die Australische Version des ADAC zu uns, der Servicetechniker hatte nach einem kurzen Blick unter den Wagen die Diagnose gestellt Ölfilter undicht, vielleicht falsch eingebaut. Er kann da nichts machen, ein Fall für die Mietwagenfirma. Aha tatsächlich, welch Überraschung, wir haben dann gleich nochmal bei der Mietwagenfirma angerufen. Der Techniker durfte dann dem unfähigen Mann an der Hotline erklären, dass man mit dem Auto nicht mehr weiterfahren kann, sonst riskiert man einen Motorschaden der mindestens 5000 Dollar kostet und ein neuer Ölfilter würde nur 10 Dollar kosten. Vom Inhalt also das gleiche was wir einer Stunde vorher Red Spot gesagt haben. Der Techniker hatte noch ergänzt, die Mietwagenfirma soll dankbar sein, dass wir den Fehler bemerkt haben, bevor die Öllampe das Leuchten angefangen hat, weil dann kann es in so einem Fall schnell gehen.
Ok, nachdem der Techniker also auch nur die selbe Diagnose gestellt hat wie wir ist er wieder abgezogen.
Wir hatten dann noch ein paar witzige Telefonate mit der unfähigen Hotline, die jetzt Probleme machte uns einen Ersatzwagen vorbeizubringen, sondern darauf bestand, dass wir zur Mietwagenfirma kommen sollten. Es fragt sich nur wie?
Nach Aufnahme der Personalien des Mietwagenmitarbeiters, Androhung das Auto auf seine Verantwortung hin weiter in Bewegung zu setzten und schlussendlich einer telefonischen Weiterleitung zu seinem Chef, der nun doch eine Ersatzlieferung für den defekten Wagen am nächsten morgen zusicherte, warten wir jetzt darauf wie sich die Lage entwickeln wird.
hmm da passt was nicht
Ok we have a problem here
der ADAC ist schon da
und hat auch keine Lösung
Mietwagen vorbeigebracht, wieder ein Nissan Tiida. Leider hat der gute
Mann für den neuen Wagen keinerlei Papiere mitgebracht, so dass wir
mit ihm zum Flughafen fahren mussten. D.h. er fuhr mit dem defekten
Wagen, hat vorher noch nen Liter Öl reingekippt und hat dann auf dem
Weg zum Flughafen ne ordentliche Ölspur hinter sich hergezogen...
Der neue Mietwagen hat leider den German Engineering check auch nicht
überstanden und war offensichtlich ein Unfallfahrzeug, so dass wir
jetzt mittlerweile bei Wagen Nr. 3 von RedSpot angekommen sind und
damit jetzt mal sehen wie weit wir kommen.
Hmmm, mit eueren Mietwägen scheint ihr leider kein glückliches Händchen zu haben. So kann ein Urlaub leider auch ganz schnell recht unangenehm werden.
AntwortenLöschenHoffe für euch, dass Wagen Nr. 3 besser funktioniert und euch sicher nach Sydney bringt.