Freitag, 25. Dezember 2009

OP am offenen Herzen

Um unsere Blogfangemeinde nicht unnötig zu beunruhigen müssen wir
jetzt im nachhinein noch kurz berichten was unserem armen Getz
widerfahren ist.
Letzten Samstag, also bereits nach dem Horrortrip durch den Busch,
haben wir einen kleinen Routinecheck an unserem treuen Gefährten
durchgeführt und ihm mal unter die Motorhaube geschaut.
Oh schreck, siehe da der Motorraum war leicht verölt, was daran lag,

dass der Verschluss zum Ölnachfüllen komplett fehlte. Zu dem Zeitpunkt
hatten wir bereits über 1200 km mit dem Wagen zurückgelegt.
Eine Fehlerdiagnose war schnell gerstellt, sicherlich ein Fehler des
inkompetenten Mietwagenpersonals in Sydney (ein französischer
Praktikant), der beim Ölnachfüllen offensichtlich vergessen hatte den
Motor wieder ordnungsgemäß zu verschließen.
Nach einem kurzen Telefonat mit unserem Privatmechaniker in
Ingolstadt, danke an das Autohaus Küchen ;-) und einigen eigenen
Abschätzungen zur Wärmeentwicklung an der Stelle, kamen wir zu dem
Entschluss den Motor mit einer handelsüblichen Wasserflasche, die wir
natürlich noch mit einem Pflaster zwecks Anpassung des

Gewindedurchmessers präperierten, abzudichten. German Engineering in
da house ...
Siehe Bilder, zugegeben sieht zwar nicht ganz so professionell aus,
war aber hoch effektiv, wie sich bei einer fundierten Testreihe in den
folgenden Tagen bestätigte.
Im Tuningzubehörladen würde man das ganz wohl so beschreiben: Die
Flasche wird durch die Motorhaube nach unten gedrückt und dichtete den
Motor sauber ab, durch die Flasche wird spritzendes Öl wieder sicher
zurück in den Motorraum geführt, der Hubraum vergrößert sich um 0,5 Liter ;-)


hmm Problem erkannt, Öl is aber noch drin

leicht ölig unser Motorraum

the Mechatroniker Solution

tadaaa...

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Phillip Island

Sonntag abend und Montag haben wir auf Phillip Island verbracht.
Mit der Unterkunft hatten wir Glück, wir haben vorab, Internet sei dank, eine günstige Herberge gefunden. Die liegt mitten auf der Insel, ein Backpacker Hostel, des war äußerst günstig und hatte kostenlosen Internetzugang, kostenloses Frühstück, freie Nutzung der Küche usw... alles sehr gechillt und so war auch der Name Chill House, also Ideal für uns, so dass wir dort gleich zwei Nächte gebucht haben.


Phillip Island liegt ca. 130 km vor Melbourne und ist vor allem berühmt für die Pinguin Parade. Wir haben ein Kombiticket genommen, damit konnte man die PinguinParade, das Koala Reservat und eine historisch nachgebaute Farm bzw. ein kleines historisches Dorf anschauen.
Das KoalaReservat war interessant, allerdings für uns nicht mehr ganz so spektakulär, nachdem wir die Koalas ja schon in freier Wildbahn gesehen hatten.

In der Farm gabs nen kostenlosen Kaffee. Den haben wir dann auf der Terasse zu uns genommen und irgendwann hat der Idiot am Nebentisch gemeint er muss Zigaretten rauchen, obwohl er einem Meter vor einem 60x60 cm großen Nichtraucherzeichen saß (Waldbrandgefahr des hätte einem auch der gesunde Menschenverstand ohne Zeichen sagen müssen). Steve und ich haben dann ordentlich auf Deutsch abgelästert, wie blöd doch manche Leute sind und so ein Schild kann man doch net übersehen. Nach 5 Minuten hat dann die Bedienung den Deppen auch nochmal ordentlich zur Sau gemacht und er hat sich kleinlaut rausgeredet er hat des Schild nicht gesehen...haha wir sind fast lachend vom Stuhl gefallen, naja jedenfalls hat sich der Münchner dann bei uns auch auf Deutsch verabschiedet und darauf getippt, dass wir vom Dialekt her nördlich von München kommen müssten. Ja klar südlich kommt ja auch nicht mehr viel du Held ... anhand seiner Brille haben wir auch dann auch noch richtig seinen Studiengang BWL getippt.

Den Nachmittag haben wir mit einem kleine Spaziergang am Strand verbracht und abends kam dann das Highlight der Einmarsch der Zwergpinguine.
Hunderte von kleinen Zwergpinguine kommen allabendlich nach Sonnenuntergang aus dem Meer und watscheln zu ihren Strandhöhlen. Witzig ist dabei wie sie sich dabei am Strand immer wieder zu kleinen Gruppen hinter Steinen formieren und dann ganz schnell hintereinander über den Strand huschen, dabei gibt es wohl immer so eine Art unfreiwilligen Anführer, den die anderen erst mal vor sich herschubsen bis er die sichere Deckung der Steine unfreiwillig verlassen muss, dann aus Angst losläuft aus Angst man könnte ihn jetzt auf dem Strand entdecken und dann wenn der erste dann losgelaufen ist rennen ihm alle hinter, weil sie wohl davon ausgehen jetzt ist es sicher ;-)

Leider herrscht dort striktes Fotografierverbot, des wird auch Konsequent von den Rangern umgesetzt und es gab paar witzige Diskussionen zwischen Rangern und chinesischen Touristen. "Put the camera in your bag or the next time I take your camera Mr ...Sir this is the last warning ..."
Allerdings hatten wir Glück, beim Wandern am Nachmittag hatten wir bereits ein paar süße Pinguine gesehen, die wohl schlau waren und den Tag über schön zuhause verbracht haben -clever. Da herrschte auch kein Fotografierverbot und ich hab die putzigen Tierchen gleich mal abgelichtet. So ein Pinguin wär auch ein praktischer Vertreter im Büro ;-)

Damit ist der erste Teil des Roadtrips fast abgeschlossen, die nächsten Tage wird Station in Melbourne gemacht.

Wilsons Promontory National Park

Am Sonntag waren wir im Wilsons Promotory National Park unterwegs um mal wieder ein bisschen in Australiens Natur zu wandern. Der National Park bieteteiniges an Wanderwegen, man könnte dort auch gut campen, allerdings fehlt uns dazu die Ausrüstung.
Nach Anmeldung im Visitors Center durften wir endlich loslegen, wir hatten uns für eine kleine Tour von ca. 5 km entschieden und befürchtetet diesmal auch live Schlangen in der freien Natur zu begegnen.
Um es vorweg zu nehmen, gefährliche Schlangen waren auf dieser Wanderung nicht das Problem, sondern lästige Stubenfliegen. Jeden Wanderer den wir gesehen haben hat wild um sich geschlagen wegen den Viechern. Wir vermuten die halten sich einen gewissen Vorrat an Fliegen und teilen dann jedem Wanderer 20 bis 30 Fliegen zu, die dann konstant um einen herum schwirren müssen, solange bis man den Park wieder verlässt oder sich in Auto setzt. Auf einem kleine Teilstück des Parks war auch ein Ohrenbetäubender Lärm, der so ähnlich klingt wie zirpende Grillen zu hören. Leider habe ich das Tier oder wahrscheinlich die hunderten Tiere die diesen Krach veranstalten bisher noch nicht gesehen, sondern nur gehört.


Zu diesem Lärm von den Viechern gibt es noch eine lustige Geschichte von unserem ersten Ausflug in den Regenwald am Dienstag. Damals bin ich gefahren und nach längerer Fahrt einer abschüssigen Strecke sind wir in ein Gebiet gekommen, in dem so Grillen unterwegs waren und ihren Lärm veranstaltet hatten. Jedoch dachten wir, weil wir das bisher noch kannten, unser Auto macht seltsame Geräusche, im Auto hat sich das tatsächlich wie ein Pfeifen aus dem Motorraum angehört und wir haben kurz angehalten und die Fenster runtergelassen und der Lärm wurde tatsächlich immer lauter, aber dummerweise haben wir nicht den Motor ausgeschaltet, sonst hätten wir wohl bemerkt, dass das Geräusch auch ohne laufenden Motor sehr konstant auftrifft ;-) Wir sind dann mal vorsichtig weitergefahren und haben uns gefreut als das Geräusch nac ein paar Kilometern wieder weg war, beim nächsten Parkplatz, als wir den Wagen abstellten und das Geräusch unvermindert weiter ging, wussten wir auch was es war. Sicherlich nicht unser kleiner Hyundai.



Naja jedenfalls abgesehen von den Fliegen und dem kurzzeitigen Ohrenschwermerzen war der Park landschaftlich ganz interessant, am Strand hatten wir erst ein kleines Picknick und im Anschluss ein kleines Mittagsschläfchen. Dort waren wegen dem strarken Wind auch keine Fleigen unterwegs, die mussten schön hinten warten, bis man weiter wandern wollte.
Gegen Nachmittag ist dann der Park richtig voll geworden, da waren dann wegen dem Sonntag auch genügend Australier unterwegs, und wir sind zu unserem nächsten Ziel aufgebrochen: Phillip Island

Sonntag, 20. Dezember 2009

den Gang rausnehmen und es einfach mal rollen lassen

und es beginnt wieder ein neuer Tag, so langsam gewöhnt man sich daran dass man in der Früh von der Sonne geweckt wird. Wie ich gerade telefonisch informiert worden bin schneit es derzeit in Ingolstadt und es hat ca. -10 Grad :) - da kann ich nur sagen zur rechten Zeit am rechten Fleck :). Na ja also wie beschrieben wurden wir heute mal wieder von der schönen Sonne geweckt. Wie immer (außer in dem Hotel nach der schlimmen Nacht) machten wir uns mal ausgehfertig und starteten den Motor unseres treuen Gefährten. Zuerst gings erst mal schön Frühstücken und danach kurz auf den Parkplatz vom McDonalds um noch kurz ein paar Bilder in den Blog hochzuladen. Als wir all diese Formalitäten beendet hatten konnten wir auch endlich durchstarten und begaben uns auf den Weg zu einer kleinen Insel. Warum diese Insel so besonders ist? Es ist Flos und mein Traumboden für ein kleines Häuschen :). Auf dieser Insel wurde eine Koalabär-Kolonie ausgesetzt die nun dort haust. Die Insel ist nur per Fähre zu erreichen und so sind die besten Chiller auf der Welt dort gefangen. Wir stellten also unseren roten Flitzer am Hafen ab, nachdem wir zuerst fälschlich auf ein Boot mit Junggesellenabschied gegangen sind :) und betraten die richtige Fähre. Keine 5 Minuten später fanden wir uns schon im Paradis wieder. Wir wanderten über die Insel und in den Bäumen da sahen wir Sie - die Chiller. Diese klugen Wesen hängen hier überall rum und genießen einfach das Leben echt schön. Auf der Insel gibts noch massig Platz und auch viele Häußer zu kaufen :) - echt ne Überlegung wert. Na ja irgendwann waren wir rum und fuhren wieder zurück auf die andere Seite. Dann ging es wieder zurück zum roten Reiter und auf die Straße. Unser nächstes Ziel war Bairnsdaile, eine recht große aber dafür hässliche Stadt. Dort fanden wir aber immerhin einen McDonalds wo wir wie immer noch kurz Mails checken konnten. Gleich daneben gab es noch eine Kirche die wir auch besichtigten. Eigentlich eine ganz alltägliche Sache bis auf eine Neuerung der Technik die noch nicht ganz bis zu uns nach Europa gelangt ist. Ich wollte kurz noch eine Kerze anzünden, begab mich also an den Kerzenständer und siehe da alles automatisiert und elektisiert :). Man schmeisst also einfach ne Münze rein und dann geht für eine bestimmte Zeit eine elektrische Kerze an. Also ich muss sagen ne nette Idee aber ist ziemlich beschissen, finde ich blöd und passt auch nicht zu ner Kirche aber ok andere Länder andere Sitten. Gut nach diesem Erlebnis ging es dann auch schon wieder weiter. Wir wollten noch kurz einen Abstecher in den Norden machen wo ein Aborigini Platz sein sollte. Leider war dieser nicht dort wo er eingezeichnet war sondern wie schon so oft nur eine große Schotterpiste. Aber wir waren nicht umsonst da :) Flo erspähte eine schöne große schwarze Schlange :) - gut dass wir im Auto saßen :)... nach dem Erlebnis ging es auch wieder zurück und wir nahmen Kurs auf Sale der nächsten großen Stadt auf unserer Route. Leider gab es auf dem nächsten Weg nicht wirklich viel zu sehen und so gelangten wir recht schnell an die Information aber auch diese Leute konnten uns nicht wirklich weiterhelfen. Sie empfahlen uns eine Schwingbrücke :) - ok als Ingenieuer und weil es auf dem Weg lag schauten wir uns das ganzte noch kurz an. Es war halt ne Brücke die man um 90 Grad drehen konnte (!per Hand / keine Wasserkraft) damit die Schiffe zum Hafen kommen konnten. Also uns wurde nicht ganz klar warum man das gemacht hat da ja eine Zugbrücke viel schlauer gewesen wäre, da dann doppelt so große Schiffe durchgepasst hätten aber na ja man muss ja nicht alles verstehen. Nach diesem Kurzstop ging es dann auch für uns wieder weiter nach Foster einem sehr kleinen Ort. Dies ist der letzte Ort vor dem Nationalpark den wir am nachfolgenden Tag besuchen wollten. So suchten wir uns hier noch eine Unterkunft, Flo kaufte sich noch ein Kangoro Steak und dann war der Tag auch schon rum...


elektrische Kerzen in ner Kirche

Achtung Chiller

da hockt er und chillt

aaaaaaaaahhhhh ne Schlange
Posted by Picasa

Buchan Caves und Batman Bay

Nach unserem Buschtrip haben wir ja wie bereits erwähnt die erstbeste bzw. letztmögliche Unterkunft genommen. Auch bei Tagelicht hat sich des Hotel als bisschen arg preiswert dargestellt und wir haben Oborst relativ schnell verlassen.
Nach unserem Abenteuer im Busch, wo die Polizei so geglänzt hat mit Inkompetenz, hatten wir am Tag darauf gleich das zweite Erlebnis mit der Polizei. Steve wurde angehalten und seine Papiere wurden gründlich gecheckt, auf unsere Frage was wir den falsch gemacht hätten meinte der Polizist nur, es sei alles in Ordnung, ist nur eine Routinekontrolle des Führerscheins. Der Polizist hat sich dann gleich erkundigt, wo wir herkommen und wo wir hinwollen. Anscheinende hat er dann auch kontrolliert, ob wir ihm die Wahrheit gesagt haben, weil eine Stunde später haben wir den gleichen Polizisten nochmal 30 km weiter in dem Reservat mit den Höhlen gesehen... und er hat uns gleich wieder erkannt beim vorbeifahren ;-)

Wir haben uns dann in Buchan 2 Tropfsteinhöhlen angeschaut, die sind in der Gegend ziemlich bekannt und in jedem Reiseführer drin. War auch ganz interessant, teilweise musste man ganz schön den Kopf einziehen um durch die engen Gänge durchzukommen. Siehe Bilder, hab auch im Picasa Album welche hochgeladen.




Um uns von dem Stress am Vortag zu erholen sind wir dann nachmittags weiter nach Batemans Bay gefahren. Batemans Bay gilt dort auch bei Australieren als beliebte Urlaubsregion, man kann dort Sportfischen und ausgiebig wandern. Wir haben uns für einen kleinen Spaziergang am Strand entschieden...der Rückweg ging durch ein kleines Waldstück in dem wir ein paar Papageien beobachten konnten.
Den Abend haben wir bei Fish and Chips und einem kleinen Abstecher beim Supermarkt im Liquer Store ausklingen lassen.

@ Jürgen du hast recht die 30er Packung Bier ist günstiger :-)
... die Schätzung mit dem Sixpack Bier für 15,99 AUS Dollar war jedoch am nächsten dran bei unserer Umfrage vor paar Tagen, Glückwunsch an die Einsenderin mit der richtigen Antwort ;-)


Samstag, 19. Dezember 2009

Karte


Hier die Situation mit dem Umweg nochmal anhand einer Karte erklärt

Freitag, 18. Dezember 2009

Das Buschfeuer und der Umweg

Unseren Aufentalt in Canberra haben wir mit dem Besuch des Memorial War Museum und des Australian National Museums ausklingen lassen. Ein persönlicher Host hat uns den gesamten Weg durch das National Museum vorab erklärt, was wir uns leider nicht merken konnten. Die erste Station, ein drehbares Kino zur Geschichte Australiens hätte 12 Minuten dauern sollen, allerdings war nach 4 Minuten Schluss. Bei der ersten Drehung ist dann gleich mal des Drehkino kaputt gegangen... ich vermute ich weiß wer da die Hydraulik Komponenten geliefert hat ... laut dem Techniker wars aber ein Softwareproblem, naja konnte jedenfalls nicht mehr repariert werden solange wir in dem Museum waren, böse Software...Das Museum an sich war interessant, es ging hauptsächlich um die Geschichte der Nation Australien. Teilweise haben wir zwar nicht verstanden was die Australier uns damit genau sagen wollen, aber es war eine schöne Mischung. Alleine der Bau ist ein architektonisches Gesamtkunstwerk und der Eintritt war kostenlos. Gegen Nachmittag haben wir uns dann in Richtung Snowy Mountains auf den Weg gemacht, eine Region die wir an dem Tag noch öfter und intensiver sehen sollten. Unseren letzten Tankstop, der sich später als strategisch guter Schachzug darstellte, hatten wir in Cooma.Cooma ist ein Vorort der Snowy Mountain, im (australischen) Winter ein beliebtes Skigebiet. Wir sind dann weiter Richtung üste gefahren. Ca. 120 km vor unserem Zwischenziel an der Küste, Cann River, bemerkten leichte Rauchentwicklung. Der gute Hyundai Getz war allerdings unschuldig, es handelte es sich um ein Buschfeuer. Soweit unproblematisch, Strasse befahrbar, wenig Gegenverkehr. So erreichten wir durch eine Smog Wolke die schlimmer als damals in Shanghai war mit Sichtweiten unter 200 Meter irgendwann Cann River. Dort mussten wir leider feststellen, dass das Zentrum der Rauchentwicklung die wir schon seit ca. 100 km bemerkt hatten wohl direkt in der Nachbarschaft von Cann River liegen musste. Den dort war jetzt die Strasse gesperrt. In so einem Fall wendet sich natürlich der Tourist gerne an die Polizei, deinen Freund und Helfer, die auch noch an der Strassensperre standen. Wie lang dauert so ein Buschfeuer bei euch? Wann ist die Strasse wieder frei? Antwort: Letztes Jahr war die Strasse nur 6 Tage gesperrt. Hmm.... Was empfehlen Sie für den Weg nach Melbourne? Antwort: Jungs, nehmt einfach einen Umweg der ist feuerfrei, ich zeigs euch auf der Karte...Ok, der Umweg ging zurück nach Bombala (91 km, da kamen wir gerade her), weiter nach Delegate und Bonang, nach Orbost, Gesamtumweg ca.200 km. Orbost liegt wieder auf dem Highway an der Küste. Wir waren leicht skeptisch, da die Strassen auf dem Umweg gestrichelt waren, ein deutlicher Hinweis dachten wir Strasse nur für Geländefahrzeuge (zur Erinnerung wir fahren einen Hyundai Getz mit gefühlten 50 PS und Automatik). Darauf der Polizist: Nein, das ist kein Problem, es ist dort vielleicht bisschen matschig aber da kommt ihr locker durch. Wir waren skeptisch, da es auch schon 18.30 Uhr war und es normalerweise gegen 20.30 Dunkel wird. Aber der Polizist beschwichtigt in knapp 2 Stunden seid ihr durch. Auch ein zweiter Tourist wurde mit ähnlich sachdienlichen Hinweisen losgeschickt. Na gut, wenn die Polizei das sagt, machen wir das. Also zurück, den ersten Teil kannten wir ja bereits, außer einem toten Wombat gab es in dem Smog nichts großartiges zu sehen. Die neue Strecke verhielt sich am Anfang auch ganz normal, skeptisch wurden wir allerdings als wir die Strecke in das Navi eingaben und das für den Rest der Strecke (120 km) eine Zeit von über 2 Stunden ermittelte. Naja auch ein Tomtom kann sich ja mal irren... dachten wir. Wir fuhren also dem Sonnenuntergang entgegen und stellten bald fest, dass die Strasse von Teer in Sand wechselte. Für einen Getz ja noch keine echte Herausforderung. Nach 10 km wurde es ja wieder Teer und wir dachten wir hatten das schlimmste hinter uns. Die folgenden 20 km auf engen, aber geteerten Waldwegen ließen das Herz eines jeden Rallyfahrers vor Freude jauchzen, so konnten wir wieder ein bisschen Zeit gut machen. Den beinahe Zusammenstoß mit einem überdimensionierten Holzlaster auf unserer Spur konnten wir durch ein geschicktes Ausweichmanöver ohne Schäden an Fahrzeug und Insassen meistern. Der nun einsetzende Regen und Dunkelheit erleichterte das Fahren nun nicht unbedingt, vor allem da der Waldweg nun in eine echte Forststraße überging.Forststraße ist ein geschotterter Waldweg mit Schlaglöchern, Baumresten, Abgründen links und rechts und Tieren auf der Fahrbahn. Die Beleuchtung des Getz ähnelt unter diesen Bedingungen der Beleuchtung eines Adventskranzes und das am 2 Advent. Auch das Navi war sich jetzt bezüglich der Route seiner Sache nicht mehr ganz so sicher. Allerdings waren immer noch HIGHWAY Schilder zu unserem Zielort aufgestellt, was uns wesentlich optimistischer als das Navi stimmte. Die Sonne war nun komplett untergegangen und es wurde langsam Nacht im Urwald. Dies machte sich durch die Anwesenheit von Schlangen, Fröschen und sonstigem Urwaldgetier bemerkbar. Unsere Hoffnung ruhte auf Bonang, weil dort die Strasse angeblich wieder Asphaltiert war oder wir zur Not dort eine Unterkunft finden könnten. Die gute Nachricht, die Strasse wurde tatsächlich wieder Asphaltiert, sonstige Strassenbedingungen und Regen identisch. Bonang hätten wir ohne dem Hinweis des Navis auch nicht als solches erkannt. Es besteht aus einem Haus. Dort wollten wir jetzt wie im Rallysport üblich Fahrerwechsel machen. Wir stoppten am Wegesrand, eine Millisekunde bevor wir die Tür aufmachten wurden wir durch aufgewecktes Hundebellen ermahnt doch den Fahrerwechsel wo anders durchzuführen. Einem weiteren Kilometer später vollzogen wir dann diesen in einer rekordverdächtigen Geschwindigkeit. Durch die schlechten Wetterbedingungen konnten wir unsere Durchschnittsgeschwindigkeit nun bei 40 km/h zementieren. Eine weitere Errungenschaft der Aussies half uns dabei bei der Orientierung, die Leitplanken links und rechts sind mit unterschiedlich farbigen Reflektoren ausgestattet, was selbst der Beleuchtung eines Getz genüge tut. Kaum hatten wir uns an diese Geschwindigkeit gewöhnt, schloss von hinten ein Geländewagen auf, nach dem Truck der uns beinahe niedergemäht hätte seit ca. 100 km das erste Fremde Fahrzeug.Nach weiteren 5 km fanden wir eine geeignete Stelle diesen Geländewagen passieren zu lassen. Der kritische Blick auf die Tankuhr zeigte einen Stand im unteren Drittel an...eine weitere Herausforderung? Weitere 10 km Fahrt später sehen wir einen hellen Schein am Horizont und bei genauem Hinsehen auch ein Warnblinklicht. Wir beschlossen kurzerhand an dem vermeintlichen Pannenfahrzeug zu halten, aber zogen es aufgrund der ungklärten Schlangensituation vor im Fahrzeug zu verbleiben. Der Geländewagen entpuppte sich als der "Überholer" von vor 10 km, ein indischer Tourist, mit hochschwangerer Frau und 2 Kindern im Fahrzeug. Er habe keine Panne beruhigte er uns und sich selbst, aber er seine Frau ist mit den Nerven fertig und die Kinder brauchen eine Pause.Ein idiotischer Polizist habe ihn mit dem Hinweis die Umleitung dauert nur 2 Stunden und ist mit jedem Fahrzeug zu bewältigen auf die Reise geschickt... ah ja tatsächlich, das ist aber sehr Verantwortunglos von dem Polizisten...Da wir nicht weiter helfen konnten wünschten wir noch eine gute Fahrt und setzten die Reise fort. Allerdings bemerkten wir nun seltsame, kratzende Geräusche an unserem treuen, roten Gefährten. Wir beschlossen einen Notstop einzuhalten und Fehlerdiagnose durchzuführen. Das Problem war schnell erkannt, es hatte sich ein Ast in unserem Radkasten bei der Aktion mit dem Inder verfangen. Nun konnten wir durch die besseren Strassenverhältnisse trotz massivem Starkregen unseren Schnitt auf 45 km/h steigern, so fuhren wir angespannt wegen der noch ungklärten Übernachtungssituation unserem Ziel entgegen. Die Fahrt wurde noch einmal durch einen unvorsichtigen Waschbären auf der Flucht vor einer Schlange jäh gestoppt, wir konnten jedoch rechteitig stoppen. Die letzten Kilometer waren unspektakulär.
In Orbost angekommen (kurz vor 23 Uhr) machten wir uns durch das Navi geführt auf Hotelsuche. Die ersten 3 Hotels waren bereits durch Feuerwehleute, die angeblich in der Nähe einen Brand bekämpfen sollten, besetzt. Hotel nur 4 auf der Liste, eine Kneipe mit offensichtlichem Hotelbetrieb und leicht angeheiterten Einheimischen war gerade im Begriff zu schließen, als wir mit unserem Gefährt vor der Tür hielten. Einen Fuß in der Tür haben wir dann noch wegen einer Unterkunft angefragt und siehe da es war tatsächlich noch ein Zimmer frei. Die 50 Dollar für zwei Personen waren das bisher günstigste, aber für die Leistung auch angemessenster Preis für eine Unterkunft auf unserem Trip...

Was lernen wir daraus?
Tanke immer voll, den du weißt nicht wann die nächste Tanke kommt.
Höre NIEMALs auf australische Polizisten.
Mein nächster Wagen ist der Hyundai Getz, ein unverwüstlicher Gefährte mit herausragenden Geländeeigenschaften. Bei Tageslicht betrachtet sind auch keine bleibenden Schäden am Fahrzeug sichtbar, die man nicht wegdiksutieren könnte. Durch den Starkregen ist auch der Schlamm kaum am Fahrzeug haften geblieben....
P.S. diese Geschichte basiert auf einer wahren Gegebenheit, Insassen und Fahrzeug kammen bei der Aktion nicht zu Schaden.Nach dem Polizisten wird bereits gefahndet...

Rauch auf der Strecke


Die Strassensperre


Der Weg wird schlechter


Fahren in der Nacht
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